Die neue Vodafone Kabelbox ist toll! NICHT.


Hier erhaltet Ihr einfach mal einen Einblick in die tolle Easybox von Vodafone und UnityMedia. Sie wurde mit dem deutschen Designpreis gekürt und wird jetzt standardweise bei jedem neuen Kabelanschluss dazu geliefert. Ich habe mir mittlerweile eine Fritzbox Cable gegönnt – weil, meiner Meinung nach, dieses Gerät völlig unbrauchbar ist.

Fangen wir mit dem Design an

Ja, das ist richti: Sie sieht gut aus, aber Optik ist halt eben nicht alles. Vor Allem wenn die Optik verhindert, dass man die Box an die Wand hängen kann. Und noch schlimmer, wenn die einzige Möglichkeit ist, das Gerät aufzuschrauben und dann auch noch die Garantie zu verlieren!

Dieses kleine Aluminium-Rohr ist nämlich festgeschraubt. Dazu kommt noch, dass die Hersteller die kleinst möglichen Torx-Schrauben benutzt haben, sodass ich mir erstmal ein neues Bit-Set bestellen durfte. Aber die Wandhalterungen sind direkt in das Gehäuse gesetzt, sodass nur 2 Schrauben in der Wand benötigt werden.

Kommen wir zur Software…

Und das war die größte Enttäuschung. Ich hatte vorher eine EasyBox DSL in Verbindung mit einer IPv4 basierten 100K Leitung. Daher kam mir die Software, die auf dem neuen Gerät läuft sehr bekannt vor. Also erstmal direkt die Experten-Einstellungen aktiviert und nach Port Forwarding gesucht. Aber Moment, was ist das? Wo sind all die Einstellungen gelandet? Habe ich etwas vergessen freizuschalten oder bin ich einfach nur blind? Beides Falsch! Die neue Kabelbox hat für IPv6 Anschlüsse standardweise keine Option für Port Forwarding.

Man kann alles in dieser Software sehen, sogar, mit wie viel dB das Kabel gerade schwingt.

Nun arbeite ich derzeit mit einem Workaround. Ich miete einen kleinen VPS und lasse dort einen OpenVPN Server laufen. Meine Geräte verbinde ich via OpenVPN Client und kann zumindest momentan via RDP auf meinen Heimserver zugreifen. Der Heimserver war eigentlich auch noch ein FTP Server für Backups, die meine Plesk Systeme jeden Abend fein säuberlich bei mir einspielen. Das geht jetzt leider auch nicht mehr wegen IPv6.

Zum Schluss wollte ich es mit DynDNS versuchen aber 1. Ist dieser Menüpunkt so extrem Benutzer-UN-freundliche und 2. funktioniert es dann trotzdem nicht, selbst wenn man alles richtig konfiguriert hat.

Der letzte Weg ist jetzt eine FritzBox Cable, die mir vor ein paar Tagen mit einem Aufpreis von €4,99 monatlich aufgedrückt wurde. „Damit solle es gehen“ meinte ein Mitarbeiter. Aber dafür müsste die FritzBox erstmal für meinen Vertrag freigeschaltet sein, was sie momentan leider nicht ist. Ich sitze also bis dato ohne Internet fest und warte auf die Freischaltung.

Tolle Arbeit Vodafone! nicht…

Bildnachweis: Vodafone Kabelbox


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