Protonmail Plus – Lohnt sich das bezahlte Paket?


Seit 2 Monaten bin ich bei PM Plus. Ein anonymer (In der Basis Version kostenloser) Mail Anbieter mit vielen Extras aber auch vielen Problemen. Hier ein Review.

Genau vor 2 Monaten bin ich auf das bezahlte Paket „Plus“ von Protonmail gewechselt. Ich hatte keine Lust meine E-Mail bei all den Anbietern zu wechseln, also habe ich PM Plus gewählt, weil dieses Paket eine eigene Domain zulässt. Die Einrichtung war relativ einfach, alles war gut geführt und verständlich. Nach ein paar Minuten Domaineinträge ändern und Mailservereinstellungen zu bearbeiten war die Domain bereit und ich konnte E-Mail Adressen hinzufügen.

Alles in Allem machte der erste Eindruck eine aufgeräumte und einfache Benutzeroberfläche gut.

Hier sind die verschiedenen Preispakete zu sehen

Neben dem Mail Konto gibt es noch ProtonVPN, wenn man es haben will – aber ebenfalls nur in der PLUS Version, also kein Secure Core und nur eine begrenzte Anzahl an verfügbaren Ländern. Alles zusammen kostet 8€ im Monat.

Mail Clients nur bedingt möglich

Ich bin ein riesiger Fan von Microsoft Outlook. Schon seit Jahren schwöre ich drauf, auch wenn es eher am Geschmack und der Leidenschaft liegt. Leider funktioniert ProtonMail nicht direkt mit Outlook, Thunderbird und Co. Man muss erst eine Bridge installieren. Diese ist für Windows, Mac und Linux erhältlich – die Einrichtung ist jedoch nicht sehr leicht und es hat mich mehrere Versuche gekostet, die Bridge zum laufen zu bringen.

Auf Android und iOS funktioniert Outlook und Co. gar nicht – hierfür muss der ProtonMail Client aus dem Store geladen werden.

Aber wieso ist das so? Der Grund dafür ist der hohe Sicherheitsstandard – ProtonMail hat diverse eigene Methoden entwickelt, wie eine Mail sicher empfangen und gesendet wird. natürlich kann man dann nicht erwarten, dass dies gleich mit anderen Programmen läuft – auch dies ist aber nur eine Gewöhnungssache.

Spam Probleme

Ich hatte jetzt sehr lange Zeit den Luxus, ein eigenes Antispam System zu haben, welches sich nach meinen Wünschen angepasst hat. Wenn es hoch kommt, kam vielleicht eine oder zwei Spam Mails im Monat durch, aber auch nur, wenn die E-Mail Adresse legitim schien und noch nirgendwo auf der Welt blacklisted wurde. Protonmail hat ein etwas kulanteres Antispam System, zwar wird dort auch relativ aggressiv gegen Spam vorgegangen, es funktioniert leider nicht so gut. Meine E-Mail Adresse ist schon lange vorhanden (Warscheinlich so 8 Jahre?) – da ist es sehr warscheinlich, dass ich bereits in der einen oder anderen Spamliste gelandet bin. Dennoch könnte es ja besser gehen.

Wirklich anonym?

Jetzt stellt man sich bestimmt die Frage, ist das alles denn jetzt überhaupt anonym? Meine klare Antwort: JAIN! Es kommt drauf an!

Bei mir ging es nicht um die Anonymität, es ging eher um das einfache Interface und die Wartungseinfachheit – denn als eigener Mail Anbieter muss man fast ein- zwei mal die Woche seine Einstellungen prüfen, sichergehen, dass man nicht in einer Blacklist gelandet ist, usw. Es geht mir nicht darum, dass meine Mails anonym sind und ich nicht nachverfolgt werden kann. Klarnamen in der Mail, informative Signatur, eigene Domain im Einsatz, alles das zeigt, dass ich nicht anonym unterwegs bin.

ProtonVPN

Und wozu dann der VPN? Nunja, man muss ja nicht immer alles nachvollziehbar im Netz hinterlassen – natürlich muss man beim VPN am besten auf eine VM setzen, einen komplett anderen Webbrowser nutzen, als im privaten System – sich nicht mit seinen Userdaten irgendwo einloggen – denn sonst bringt auch ein VPN nichts. Kurz zu dem VPN: Ich bekomme mit meiner Gigabit Leitung nicht die volle Bandbreite hin, es sind teils Serverabhängig Geschwindigkeiten von „nur“ 300-400 Mbit/s möglich – das reicht aber auch für die Anwendungen, die ich über den VPN nutze locker aus.

Mein persönliches Fazit

Alles in Allem ist Protonmail mit ProtonVPN sehr zufriedenstellend. Man hat trotz bezahltem Service diverse Einschränkungen, die einen fast dazu zwingen ein noch teureres Paket zu buchen – sonst kann sich die Plus Variante aber sehen lassen. Wer monatlich den einen oder anderen Euro über hat, kann ja einfach mal auf BurgerKing und co. verzichten und sein Geld in eine Komplettlösung investieren.


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